Organisation der Ausbildung

Die Praxisphasen

Unsere Studierenden schließen für den fachpraktischen Teil der dualen Ausbildung einen Arbeitsvertrag mit einem Kindergarten, einem Hort oder einer anderen sozialpädagogischen Einrichtung ab – unabhängig vom Träger.

Das heißt: Ein Studienplatz an der Fröbel Akademie ist immer mit einem Praxisplatz verknüpft. Dieser Praxisplatz kann in einem Fröbel-Kindergarten liegen oder bei einem externen Praxispartner, den Sie selbst auswählen. Sie können sich also bei Fröbel um einen Praxisplatz bewerben und/oder parallel eine externe Einrichtung suchen (z. B. Kita, Hort, Jugendclub).

Das Arbeitsverhältnis sollte einen Umfang von mindestens der Hälfte der ortsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit und maximal durchschnittlich 24 Stunden pro Woche umfassen. Als Fachschule gewährleisten wir eine optimale Abstimmung und Koordination der beiden Lernorte durch strukturierte Informations- und Kommunikationswege, fachpraktische Handlungsaufträge und zahlreiche weitere unterstützende Maßnahmen.

Dies bedeutet:

  • Damit sich unsere Studierenden mit den Bildungs- und Lernformaten an der Fröbel Akademie vertraut machen und gleichzeitig grundlegende Kompetenzen für die Begleitung von Kindern erwerben können, startet das Fachschulstudium mit einer zweiwöchigen Blockphase. Anschließend folgen dual gestaltete Wochen:
  • An zweit Tagen lernen unsere Studierenden an der Fröbel Akademie, an drei Tagen arbeiten sie in der Praxis.

Für einen systematischen Theorie-Praxis-Transfer erarbeiten die Studierenden gemeinsam mit ihren Lernbegleitungen Praxis einen personalisierten Ausbildungsplan. In Gesprächen zwischen Lernbegleitung Praxis und Studierenden wird der Transfer regelmäßig reflektiert.

 

Die Schulphasen

Die Fröbel-Fachschule für Sozialpädagogik bildet nach den gesetzlichen Vorgaben des Landes Berlins aus. Maßgeblich für unsere Aufbereitung der fachschulischen Inhalte sind die im Rahmenlehrplan definierten Lernfelder, die Aufgaben von pädagogischen Fachkräften beschreiben:

  • eine berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter zu entwickeln (Lernfeld 1: 160 UE = Unterrichtseinheiten)
  • pädagogische Beziehungen zu gestalten und mit Gruppen pädagogisch zu arbeiten (Lernfeld 2: 240 UE)
  • Lebenswelten und Diversität wahrzunehmen, zu verstehen und Inklusion zu fördern (Lernfeld 3: 240 UE) mit dem Lernbereich Kommunikation und Sprache (120 UE)
  • sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell zu gestalten (Lernfeld 4: 600 UE) mit den Lernbereichen "Ästhetischer Bereich" (120 UE) und "Naturwissenschaftlich-technischer Bereich" (120 UE)
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen zu gestalten sowie Übergänge zu unterstützen (Lernfeld 5: 160 UE)
  • Institution, Team und Qualität zu entwickeln sowie in Netzwerken zu kooperieren (Lernfeld 6: 160 UE)
  • Spracherwerb und Sprachentwicklung bei Kindern zu begleiten und zu fördern (Profilunterricht: 100 UE)

Darüber hinaus sind vorgesehen:

  • Profilunterricht in den vorgenannten Lernfeldern (180 UE)
  • Fachpraktische Tätigkeiten in einem zweiten sozialpädagogischen Arbeitsfeld – z. B. im Hort, an Ganztagsgrundschulen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit oder in den Hilfen zur Erziehung (200 UE)

Gesamt: 2400 Unterrichtseinheiten