Alle Kinder haben das Recht auf Teilhabe – an Bildung, an Gemeinschaft, an der Gestaltung ihres eigenen Alltags. Dieses Recht wirklich einzulösen, erfordert mehr als guten Willen: Es braucht eine reflektierte Haltung, fundiertes Fachwissen und die Fähigkeit, strukturelle Barrieren zu erkennen und zu verändern.
Die Zusatzqualifikation zur Facherzieherin und zum Facherzieher für Teilhabe und Inklusion der Fröbel Akademie Berlin vermittelt genau diese Kompetenzen – praxisnah, rechtssicher und mit konsequentem Berliner Bezug. Sie qualifiziert pädagogische Fachkräfte, die in Krippen, Kindergärten, Horten und Ganztagsschulen bereits tätig sind, dazu, Inklusion nicht als Zusatzaufgabe zu verstehen, sondern als professionelle Grundhaltung: aufmerksam, rechtssicher, kooperativ und konsequent am Kind orientiert.
Was in dieser Weiterbildung erworben wird
In neun aufeinander aufbauenden Modulen erschließen sich die Teilnehmenden das gesamte Spektrum inklusiver, teilhabeorientierter Arbeit – von den historischen und rechtlichen Grundlagen über entwicklungspsychologisches Fachwissen bis hin zu konkreten Methoden für heterogene Gruppen, Beobachtung und Förderplanung, Familienbegleitung und interdisziplinärer Kooperation. Teilhaberisiken werden erkannt, Barrieren benannt und gemeinsam mit Team, Familien und Fachsystemen abgebaut.
Die Weiterbildung umfasst insgesamt 246 Unterrichtseinheiten – in Präsenz an der Fröbel Akademie Berlin (Leipziger Str. 54, 10117 Berlin), im angeleiteten Selbststudium und in einer verpflichtenden Hospitation in einem bisher fremden Arbeitsfeld. Sie schließt mit einem Praxisbericht und einem Fachgespräch ab.
Lernen, das auf den Alltag der Teilnehmenden antwortet – methodisch durchdacht
Lernen beginnt in dieser Zusatzqualifikation nicht mit Theorie, die anschließend auf die Praxis übertragen wird. Es beginnt mit der eigenen Praxis der Teilnehmenden – und kehrt immer wieder zu ihr zurück.
Fälle werden analysiert, Hypothesen werden entwickelt, Lösungsansätze werden erprobt – und bei Bedarf verworfen. Dazu gehören Methoden wie die Differenzlinien-Analyse, der Barrieren-Radar, die Sprachwerkstatt für diskriminierungskritische Kommunikation oder das Verfahrens-Puzzle zum Berliner Recht. Theorie wird dabei als Werkzeug und Folie der Reflexion eingeführt – genau dann, wenn sie gebraucht wird.
Berufsbegleitend und praxisnah
Die Weiterbildung ist konsequent auf den Berufsalltag zugeschnitten: Präsenztermine finden mittwochs am Nachmittag und samstags statt. Alle Inhalte werden fallbezogen erarbeitet – an realen Situationen aus Kita und Ganztag, mit konsequentem Berliner Bezug.
Für wen diese Zusatzqualifikation gedacht ist
Die Zusatzqualifikation richtet sich an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher sowie sozialpädagogische Fachkräfte, die ihre Expertise im Bereich Inklusion und Teilhabe vertiefen und eine anerkannte Zusatzqualifikation erwerben möchten.
Die Fröbel Akademie ist zugelassener Träger nach AZAV – die Weiterbildung kann über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden.
Anmeldung
Anmeldung zur Vertragsanforderung über berlin@froebel-akademie.de
Anmeldung bis: 07.08.2026
Kursgebühr
1.490,00 EUR, Ratenzahlung möglich in fünf Teilbeträgen à 298,00 EUR.
Teilnehmendenzahl
Bitte beachten Sie: Der Kurs findet nur bei einer Mindestteilnehmer:innenzahl von 14 Personen statt.
Die maximale Teilnehmer:innenzahl beträgt 20 Personen.
Kursort
Fröbel Akademie, Leipziger Straße 54 in 10117 Berlin