Begrüßt wurden sie von der Fröbel Akademie, Fröbel Bildung und Erziehung sowie dem Evangelischen Kirchenkreisverband Berlin Mitte-Nord – drei Träger, die durch gemeinsame Werte und einen kinderrechtsorientierten Bildungsansatz verbunden sind. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand die Einladung, Kindern zuzuhören und ihren Stimmen Raum zu geben.
Mit dem Beginn ihrer dreijährigen Ausbildungsreise treten sie in einen Lernprozess ein, der sie für eine Pädagogik sensibilisiert, in der Kinder frei sprechen, denken und ihre hundert Sprachen entfalten.
Inspiration für den pädagogischen Weg
Christoph Wildt, Schulleitung der Akademie, eröffnete die Veranstaltung mit einem Zitat des italienischen Pädagogen Loris Malaguzzi:
„Unsere Erfahrung bestätigt, dass Kinder sehr viel Freiheit brauchen: die Freiheit, zu forschen und auszuprobieren, Fehler zu machen und zu korrigieren, sich Orte und Menschen zu suchen, um ihre Neugierde, Intelligenz und Emotionen auszuleben.“
Diese Worte machten deutlich, wie wichtig es ist, Kindern Räume zu eröffnen, in denen ihre Gedanken und Gefühle ernst genommen werden – und dass Zuhören dabei der Schlüssel ist.
In den Stimmen liegt Weisheit: Der Film La Libertà
Gemeinsam tauchten die Studierenden durch den Film La Libertà von Reggio Children in die Gedankenwelt von Kindern ein. Der Film, der ausschließlich Originalaussagen von Kindern über Freiheit zeigt, verdeutlichte die soziale, emotionale und philosophische Tiefe kindlicher Stimmen:
- „Zum Beispiel: du erkennst den Unterschied zwischen meiner Stimme und Mattys... ich meine, der Unterschied in der Stimme ist mit Freiheit verbunden, weil Freiheit einen Klang hat, der aus dem Innern des Körpers kommt. (Pietro, 5 Jahre)
- „Freiheit ist auch mit Regeln verbunden… weil man ohne Regeln nicht leben kann.“ (Lucrezia, 5 Jahre)
- „Es ist nicht so, dass andere Menschen denken müssen, was wir denken, um frei zu sein. Wir sind frei, verschieden zu denken.“ (Lucrezia, 5 Jahre)
Christoph Wildt betonte dazu: „Wichtig ist, dass wir Kindern die Freiheit geben, zu Wort zu kommen, und dass wir ihnen aufmerksam zuhören.“ Diese Haltung bildet das Zentrum der pädagogischen Arbeit, für die die Studierenden nun ausgebildet werden. Die Verbindung zur UN-Kinderrechtskonvention unterstrich zudem den menschenrechtsorientierten Anspruch des Bildungsansatzes an der Akademie.
Vielfalt als Stärke
Auch Anna Müller-Kabisch, Geschäftsführerin der Fröbel Akademie, hieß die Studierenden willkommen und hob die Vielfalt der Semestergruppe hervor:
„Die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe und Erfahrungen in Ihrer Gruppe sind eine enorme Bereicherung – für Ihren Lernprozess ebenso wie für die Kindergärten, in denen Sie tätig sein werden.“
So wie im Film La Libertà die verschiedenen Stimmen die Vielschichtigkeit des Freiheitsbegriffs zeigen, bereichert auch die Diversität der Gruppe den gemeinsamen Lernweg.
Starke Kooperationen – Lernen im Netzwerk
Neben der Akademie stellten sich die Partnerträger Fröbel Bildung und Erziehung (Christian Weigandt) sowie der Evangelische Kirchenkreisverband (Christiane Gebhardt und Dieter Loppnow) vor. Sie begleiten die Studierenden während der Ausbildung und eröffnen wertvolle Einblicke in die Praxis.
Ausblick auf den gemeinsamen Weg
Die Fröbel Akademie Berlin freut sich, die Studierenden auf ihrem Weg zur qualifizierten pädagogischen Fachkraft zu begleiten.
Im Mittelpunkt ihrer Ausbildung stehen die Haltung, das Wissen und das Können, Kindern aufmerksam zuzuhören, ihre Perspektiven ernst zu nehmen und ihnen Ausdrucksmöglichkeiten zu eröffnen – ganz im Sinne von Lucrezias kluger Erkenntnis:
„Wir sind frei, verschieden zu denken.“